Städtisches Gymnasium Sundern - „In den Herzen wird’s warm...“

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Die Schule

Besser kann man es nicht ausdrücken! So ist es nämlich, wenn „Magic Moni“ (alias Frau Albers) zum Weihnachtskonzert in die Johanneskirche einlädt. Schon die Proben am Mittwochmorgen, die den ganzen Vormittag dauerten, ließen erahnen, dass da wieder ein ganz besonderes Highlight auf uns wartete.

Pünktlich um 18.00 Uhr begann das Konzert, das für das Städtische Gymnasium Sundern den Auftakt zur Weihnachtszeit darstellt.
Die Kirche war festlich beleuchtet und nicht alle Menschen, die gekommen waren, fanden einen Platz. Mit den ersten Orgeltönen von „Hark! The Herald Angels Sing“ von Felix Mendelssohn verhallten alle Gespräche und Querelen und eine andächtige Stille zog ein. Und nach dem Vortrag des Orgelspiels auch die Big Band unter der Leitung von Frau Miralia mit dem Vorspiel zu „Tochter Zion“.
Als diese im rechten Seitenschiff am Altarraum ihren Platz gefunden hatte, stimmten alle ein in das bekannte Lied. Dabei störte kein Papiergeknister, denn der Blick richtete sich, wie es in der Kirche ja bekanntlich üblich ist, zum Altar. Über diesem ragte eine große Leinwand in die Höhe, die Pfarrer Siebert extra angeschafft hatte. Darauf wurde der jeweilige Programmpunkt bzw. Liedtext projeziert und zwar so groß, dass jeder es sehen konnte.
Noch wärmer wurde es im Herzen, als ebenfalls vom Hauptportal der Kirche aus der Chror „The Singing Jokers“ einzog. Alle waren weiß gekleidet und man hatte wirklich fast den Eindruck, dass es sich um echte Engel handele. Passend zum Lied „Tragt in die Welt nun ein Licht“ brachte das erste kleine „Engelchen“ eine Laterne zum Klavier, an dem Frau Albers, eben noch auf der Orgelbühne, schon wieder saß. Der Chor fand seinem Platz im linken Seitenschiff, so dass alle Akteure nun beisammen waren.
Es folgte die Begrüßung von Pfarrer Siebert, der mit Rat und Tat, Leinwand, Licht und Nebelmaschine die Vorbereitungen unterstützt hatte. Auch er freute sich über die gut besuchte Kirche und erinnerte an die Botschaft von Weihnachten, die im Trubel der Zeit so oft vergessen wird: Gott ist Mensch geworden in einem kleinen Kind zum Heil der Welt! Diese Botschaft unterstrich das gemeinsam gesungene Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit...ein Heiland aller Welt zugleich...“
Doch vor dem gemeinsamen Lied gab es einen Auftritt ganz besonderer Art. Den „Kanon in D“ von Johann Pachelbel begleitete mit der Geige unser stellvertretender Direktor, Dr. Christian Wahle. Und wären nicht sowieso schon alle ganz still gewesen, so hätte es allen spätesten in diesem Augenblick „die Sprache verschlagen“.
Weiterhin begleitete er dann auch „The Singing Jokes“ beim Vortrag des Liedes „Engel“. Hier zeigte sich noch einmal, wie erlesen die Beiträge waren; eine Melodie, die zu Herzen ging mit einem Text, der so ganz die Wahrheit sagte. „..manchmal sind wir Engel, meistens aber nicht...“ sang der Chor.
Nach diesen musikalischen Einlagen folgte eine Lesung von Pfarrer Siebert, die das „richtige Schenken“ thematisierte in Form eines fiktiven Gespräches an der Krippe.
Nach einer besinnlichen Minute, starteten die Vorträge der 5er Klassen. Thematisch verknüpft trug die Klasse 5a „Das Lied vom Schenken“ vor, rappte die 5b den Song „Es ist wieder mal soweit“ und die 5c schürte die Hoffnung aller mit „Dienstag, Kinder“.
Ich muss sagen, die 5er Klassen übertrafen sich selbst. Von mir immer (liebevoll) „die kleinen Haubitzen“ genannt, begaben sie sich in der richtigen Reihenfolgen, lammfromm und niedlich anzusehen auf die Bühne vor dem Altar und trugen ihre Beiträge vor. Was unseren Schulleiter im weiteren Verlauf des Abends zu der Aussage verleiten wird, dass wir diese 93 „gut eingekauft“ hätten.
Nach den Kleinen kam eine der Großen, Cara Böhmer, die zwei Texte mit den den Titeln „Euro-Weihnacht – Ein Mädchen erzählt...“ und „Wann fängt Weihnachten an?“ vortrug. Beide setzten sich kritisch mit dem Konsumverhalten der Menschen in der Weihnachtszeit auseinander.
Danach sangen sich „The Singing Jokers“ erneut in die Herzen der Zuhörer mit „Ubi caritas“ und „Ein Teil von meinem Herzen“ Auch hier erkennt man wieder die inhaltliche Stringenz des Programms, die durch die Verknüpfung unterschiedlicher Akzente der Thematik brillierte.
Der Titel des dann folgenden gemeinsamen Liedes drückte allerdings bezogen auf den Beginn der Strophe eher eine Suggestion aus: „Leise rieselt der Schnee...“ Nun ja, das Wetter kann ja bis Dienstag noch umschlagen.
Nun steuerte das Programm auch schon unaufhaltsam dem Ende zu. Nicht bevor der neu gegründete Lehrerinnenchor, fast so gut wie im Original aus „Sister Act“, mit dem Titel „I will follow him“ das Publikum begeisterte. Dieses gab sich ohne eine Zugabe gar nicht zufrieden. Es ist eben auch als Wertschätzung zu sehen, wenn Lehrer und Lehrerinnen etwas für die Eltern und Schülerschaft vortragen. Dann folgte auch schon das gemeinsame Schlusslied aller Mitwirkenden „Schmückt das Haus mit Tannenzweigen“.

Nach tosendem Applaus ergriff Schulleiter Martin Barthel das Wort und bedankte sich bei Frau Miralia und Frau Albers mit Blumen. Er hoffe, sagte er nicht ohne Stolz, dass die vielen gut getroffenen Töne des Abends die Weihnachtszeit überdauern würden und unser gemeinsames Handeln am SGS auch im neuen Jahr bestimmen werden.
Daraufhin forderte Pfarrer Stefan Siebert alle zum gemeinsamen „Vater unser“ auf und erteilte Gottes guten Segen. Möge er uns durch die Weihnachtszeit und darüber hinaus begleiten.
Dann wurde es ganz rührend, denn der Chor „The Singing Jokers“ , bestehend aus 55 Schülerinnen und Schülern, bedankte sich mit Geschenken bei Frau Albers für Ihre liebevolle Geduld. Eigentlich, so die Sängerinnen und Sänger, seien sie mehr eine Familie als ein Chor.
Ein gemeinsam gesungenes „Oh, du fröhliche“ rundete das perfekt gelungene Konzert ab.
Man denkt ja immer, dass dieses Konzert auf keinen Fall zu toppen ist. Ich bin einmal gespannt, ob am 16.12.2020, wenn das nächste Weihnachtskonzert des SGS stattfindet, aus der „Magic Moni“ eine „Super Magic Moni“ wird.
Neben den tollen musikalischen und gesprochenen Beiträgen wurde zwei Dinge ganz deutlich: Schule ist mehr als nur ein Ort, an dem man lernt, sie ist auch eine Gemeinschaft in der man lebt und mit der man sich identifiziert. Und: Kirche und Schule ergänzen sich prima, denn die Sehnsucht der Menschen nach Frieden verbindet alle Herzen.
In diesem Sinne wünschen wir gesegnete Weihnachten, ein gesundes Jahr 2020 und erholsame Ferien! Möge die Wärme in den Herzen bleiben und „Kummer und Gram“ still schweigen!