Kloster Brunnen – der pädagogische Geheimtipp

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Welches Ziel ist eigentlich das beste für eine gelungene Klassenfahrt?

München, Berlin, Hamburg?

Weit gefehlt!

Der beste Ort für einen Klassenausflug ist Kloster Brunnen! Die 9a (10a)weiß es.

Wie schon vor drei Jahre startete die 9a in der letzten Schulwoche am Mittwochnachmittag um 15.00 Uhr zu Fuß dorthin. Nur das Gepäck wurde von Frau Höfinghof transportiert. Mit dabei waren Herr Wahle, dessen App den Weg kannte🤭 und Frau Wallechner, die alles organisiert hatte, einschließlich des guten Wetters.

Natürlich wurde auch in diesem Jahr der Weg wieder etwas länger als geplant, aber wen stört das schon? Der Weg ist das Ziel.

Kurz nach 19.00 Uhr hatten wir das kleine ehemalige Zisterzienserkloster erreicht und die Zimmer konnten bezogen werden.

Darauf folgte das erste Treffen im Plenum. Denn das diesjährige Thema lautete: „Liebe und Partnerschaft“. Und so fragten wir uns zu Beginn: Liebe – Was ist das eigentlich?

Auf jeden Fall das schönste und aufregendste Gefühl der Welt, weil die Liebe ja von Gott kommt.

Nach diesem geistigen Input musste endlich echter, leiblicher Input folgen. Denn alle hatten Hunger. Und als die Arbeit beendet war, hatte Herr Wahle den Grill auch schon angeschmissen. Und ihr könnt es glauben, nie hat es so gut geschmeckt, wie an diesem Abend.

Nach dem Abendessen folgte eine weitere kurze Arbeitsphase, die in den Ausklang des Tages am Lagerfeuer überging.

Das Schönste an dem kleinen Ort in der Nähe von Brenschede ist die Tatsache, dass man ganz schlechten Handyempfang hat, noch schlechteres WLAN und die Uhren ticken auch anders! Außerdem sieht man am Himmel so viele Sterne, wie sonst nirgendwo, denn die einzige Lichtquelle war das Feuer.

Und so endete der erste Tag, als wir müde wurden.

Der zweite Tag begann mi einem Morgenimpuls im Meditationsraum oder direkt mit dem Frühstück, wie man wollte.

Da wir die Mahlzeiten selbst zubereiteten, war immer ein Zimmer für eine Mahlzeit eingeteilt und so stand schon ein leckeres Frühstücksbuffet bereit, als die Brötchen um 8.00 Uhr kamen. Natürlich sind die Brötchen nicht von alleine zu uns gelaufen. Dankenswerterweise haben uns Goldbachs morgens damit versorgt!

Nach dem Frühstück trafen wir uns wieder im Plenum, um den Tag zu besprechen.

Morgens ging es in getrennten Jungen- und Mädchengruppen um die Frage, wie man sich den idealen Traumpartner vorstellt. Dieser wurde lebensgroß aufgezeichnet und mit Eigenschaften versehen.

Nach dem Mittagessen, bestehend aus Currywurst (aus den Grillresten), Brot und Salaten, gespendet von den Eltern, fragten wir uns ausgehend von der Geschichte von Edna und Ron, welche Werte für eine gelingende Partnerschaft wichtig sind. Ganz oben auf der Liste landete die Treue.

Ab 15.00 Uhr begann die Spannung zu steigen…..

Denn Frau Wallechner hatte schon zu Beginn der Planung des Ausflugs eine Überraschung am Donnerstag um 16.00 Uhr angekündigt. Und dafür sollte jeder schicke Sachen einpacken, gerne auch hohe Schuhe und Hemden für die Herren!

Lennox Hemd wurde sogar geliefert, zusammen mit einer Ladung Eis für alle😋

Herzlichen Dank dafür.

Pünktlich um 16.00 Uhr traf die Überraschung ein. Es kamen der ehemalige Kollege Alois Hatting mit seiner Frau Gaby, die Kollegin an der Johannesschule war.

Sichtlich etwas aufgeregt, da von Frau Wallechner zu dem Vorhaben überredet, stellten sich die beiden vor und schnell wurde klar, warum sie gekommen waren.

Die beiden extrem jung gebliebene Pensionäre sind in ihrer Freizeit begeisterte Tänzer.

Jetzt war auch klar, worin die Überraschung bestand. Es folgte eine Tanzstunde 💃🕺🏽

Hattings legten zuerst eine Rumba aufs Parkett, dann wurden die Schritte geübt und los ging’s. Dasselbe Procedere folgte mit einem Discofox.

Schnell packte Gaby und Alois Hatting der alte pädagogische Eifer und ich platzte fast vor Stolz, weil meine Klasse so gut mitmachte.

Nach zwei Stunden stellten sich schon sehenswerte Erfolge ein.

Herzlichen Dank an die Vollblutpädagogen Gaby und Alois Hatting!
Zur Stärkung und weil die Klassenkasse noch gut gefüllt war, bestellten wir uns in Sundern verschiedene Familienpizzen, (Die Anzahl wurde mithilfe höherer Mathematik von Herrn Wahle und den Mathefreunden errechnet.) die die Grundlage für den letzten Abend bildeten.

Und endlich kamen die schicken Sachen zum Einsatz.

Es folgte ein Abchlussball mit Tanz!
Dazu rückte Frau Wallechner auch das WLAN Passwort heraus.

Ich weiß nicht, wer sich mehr gefreut hat, die Schülerinnen und Schüler, die fast perfekt die Tanzkünste übten oder Herr Wahle und ich, weil der durchaus etwas gewagte Tanzplan so super ankam?

Nach der „rauschenden Ballnacht“ gab es am nächsten Morgen noch einen Morgenimpuls zum Start in die Ferien und zum Dank für den gelungenen Schuljahresabschluss in der Klosterkirche.


Dann ein letztes Frühstück nach dem Packen und ein kurzes Feedback, das durchweg positiv ausfiel. Auch Oskar, der im nächsten Schuljahr offiziell in unserer Klasse ist, hat’s gefallen. Herr Wahle und ich waren uns, wie immer auf ganzer Linie einig: Kloster Brunnen mit der 9a, da weiß man wieder, warum man Lehrer/-in geworden ist!
Und ganz zum Schluss, ehe wir es vergessen – die Zeugnisse (ohne eine einzige Fünf oder Sechs)!

Dann wurden die Kinder auch schon abgeholt in die Ferien.

Was für ein Schuljahr!

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die 9a (10a) und an die Eltern, die uns wieder tatkräftig unterstützt haben!

Schöne Ferien!

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