Kinder stärken – Heldenkunde am SGS
Am Städtischen Gymnasium Sundern wurde in diesem Frühjahr erneut deutlich, wie wichtig emotionale Bildung und Persönlichkeitsentwicklung für junge Menschen geworden sind. Bereits zum zweiten Mal fand dort das Projekt „Heldenkunde“ mit Dani Roß, Gründerin von Heldenkunde, und Tanja Appelhans statt und hinterließ bei vielen Schüler:innen nachhaltige Eindrücke.

Über vier Wochen hinweg nahmen die Klassen 6a, 6b und 6c im Umfang von 8 Unterrichtsstunden am Projekt Heldenkunde teil. Im Mittelpunkt standen Themen wie Selbstwert, Gefühle, Bedürfnisse, Konfliktlösung und ein respektvoller Umgang miteinander. Gerade in einer Zeit, in der psychische Belastungen und soziale Spannungen unter Kindern und Jugendlichen zunehmend sichtbar werden, wirkt ein solches Projekt aktueller denn je.

Jede Stunde begann mit einer Meditation und einer Dankbarkeitsübung. Viele Schüler:innen berichteten anschließend, dass ihnen gerade diese ruhigen Momente besonders gut gefallen haben und sie dadurch besser zur Ruhe kommen konnten. Darüber hinaus stärkten Spiele, Selbsterfahrungsübungen und die sogenannten „Heldengläser“, bei denen sich die Schüler:innen gegenseitig wertschätzende Komplimente schenkten, das Selbstvertrauen und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Klassen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Mobbingprävention auf Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation (GfK). Durch kurzen theoretischen Input, Rollenspiele und Gruppenarbeiten lernten die Jugendlichen, die Gefühle und Bedürfnisse hinter dem Verhalten von sich selbst und anderen besser zu verstehen und abwertende Aussagen nicht sofort auf den eigenen Wert zu beziehen.

Wie viel die Inhalte bei den Jugendlichen bewegt haben, zeigen die Rückmeldungen der Schüler:innen selbst: „Ich habe gelernt, dass ich immer gleich viel wert bin“, berichtet eine Sechstklässlerin. Ein anderer Schüler erzählt: „Ich konnte dank Heldenkunde Konflikte mit meinen Freunden bereits besser lösen.“ Und auch dieses Fazit bleibt besonders hängen: „Ich habe gelernt, mich selbst zu schätzen und besser mit Beleidigungen umzugehen.“
Auch seitens der Schule wird das Projekt als große Bereicherung wahrgenommen. „Gut, dass es für die Schüler:innen diesen geschützten Rahmen gibt, um über solche Themen zu sprechen. Das macht Schule menschlicher“, heißt es aus der Lehrerschaft.
Dass der Kurs erneut stattfinden konnte, verdankt die Schule großzügigen Sponsoren: dem Förderverein der Schule, dem Bündnis gegen Depression HSK sowie der Sparkasse. Ihr Engagement ermöglichte die Umsetzung eines Projektes, das vielen Jugendlichen nicht nur Wissen vermittelt, sondern vor allem Stärke fürs Leben.

